Achtung Schulanfang: Kinder im Strassenverkehr!

Am Montag, den 22. August 2011 beginnt in Erlenbach wieder die Schule. Einige Kinder nehmen Schulweg zum ersten Mal unter die Füsse. Darum ist es für alle Verkehrsteilnehmer wichtig, sich an die Verhaltensregeln im Strassenverkehr zu halten - vor allem in der Nähe von Schulen.

Mit der Schulanfang-Präventionskampagne "Gäll, du haltisch für mich aa!" erinnern der TCS, die bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung und die Polizei an die richtigen Verhaltensregeln auf Strassen in der Nähe von Schulen.

Hier sind die wichtigsten Punkte aus der Kampagne noch mal zusammengefasst:

 

Den Verkehr mit den Augen eines Kindes verstehen

Die Verkehrserzieher lehren die Kinder zwar, vor dem Überqueren des Zebrastreifens immer zuerst stehenzubleiben und abzuwarten, bis ein sich näherndes Fahrzeug vollständig angehalten hat. Doch Kinder können nicht immer erkennen, ob der Fahrer anhalten wird oder nicht. Zudem sind sie nicht immer in der Lage, die Geschwindigkeit abzuschätzen, mit der sich das Auto nähert.

Für die Entscheidung, die Strasse zu überqueren, benötigt ein Kind mehr Zeit als ein Erwachsener (bis zu 10 Sekunden). Auch seine Reaktionszeit ist langsamer. Dazu kommen zwei zusätzliche Nachteile: Wegen der geringen Körpergrösse kleiner Schüler ist ihr Blickfeld enger. Ausserdem besteht die Gefahr, dass der Automobilist kleine Kinder eher übersieht oder zu spät bemerkt.

Ratschläge für Fahrer

Kinder sind manchmal gedankenverloren und lassen sich leicht ablenken. Ihre Reaktionen sind oft nicht vorhersehbar, und sie können die Gefahren des Strassenverkehrs nicht immer richtig einschätzen. Der TCS empfiehlt kein Handzeichen zu geben oder die Lichthupe zu betätigen, um die Kinder zum Überqueren der Strasse einzuladen. Das könnte sie dazu verleiten, die Fahrbahn zu betreten, ohne auf den Verkehr aus der Gegenrichtung zu achten.

Ratschläge an die Eltern: Den Schulweg zu Fuss machen

Der TCS empfiehlt den Eltern, den Weg vom Wohnhaus zur Schule mit dem künftigen Schulkind vor Schulbeginn mehrmals zurückzulegen und dabei nicht unbedingt die kürzeste, sondern die sicherste Strecke zu wählen. Die Kinder werden sich dann im Verkehr sicherer fühlen und bewegen.

Es wurde übrigens festgestellt, dass Kinder, die im Elterntaxi zur Schule kommen, die Gefahren des Strassenverkehrs schlechter einschätzen können. Sind sie dann allein im Verkehr unterwegs, steigt die Unfallgefahr. Die Eltern sollten ihr Möglichstes tun, damit ihr Kind zu Fuss geht und sich der Gefahren und Tücken des Verkehrs bewusst wird.

«Gäll, du haltisch für mich aa!»

Der TCS und seine Partner erinnern die Automobilisten daran sich in der Nähe von Schulen und Spielplätzen richtig zu verhalten.

Nachstehende Tipps richten sich auch an Eltern, damit sie so einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit ihrer Kinder leisten können.

Hinweise für Fahrzeuglenkende

  • Sie sind Vorbild
  • Sie reduzieren die Geschwindigkeit und erstellen Bremsbereitschaft.
  • Sie halten am Fussgängerstreifen vollständig an, damit das Kind gehen kann.
  • Sie halten Abstand zu einem Kind auf dem Velo.

Hinweise für Eltern

  • Sie zeigen dem Kind den sichersten Schulweg.
  • Sie üben mit dem Kind das sichere Überqueren der Strasse.
  • Sie schicken das Kind rechtzeitig zur Schule und kleiden es in gut sichtbare Kleider mit reflektierenden Teilen.
  • Sie verzichten nach Möglichkeit darauf, Ihr Kind mit dem Auto zur Schule zu fahren. Der Schulweg zu Fuss ist für das Kind ein wichtiges Erlebnis

Die Bröschüre Kinder auf dem Schulweg des bfu gibt zudem weitere hilfreiche Ratschläge zum Verhalten im Strassenverkehr für Kinder und Erwachsene